Kompetenz in Aus- und Weiterbildung
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Nehmen Sie bequem vom Arbeitsplatz oder aus dem Homeoffice an unseren Online-Veranstaltungen teil. Während der Veranstaltung können Sie den Vortragenden und seine Präsentation live mitverfolgen und jederzeit Fragen stellen. Sie benötigen lediglich eine Internetverbindung und einen handelsüblichen Laptop oder einen PC mit Webcam und Headset.
Einige Tage vor der Veranstaltung bieten wir Ihnen Probedurchläufe und Support an, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Profitieren Sie auch weiterhin vom Wissen unserer Experten und von wertvollen Hinweisen für Ihren Arbeitsalltag.
Online Seminar

Urbane Sturzfluten

Analyse, Bewertung, Lösung und Vorgehen
Der nächste Sturzregen kommt bestimmt, sind Sie darauf vorbereitet?

  • Urbane SturzflutenOnline
    16. September 2021
  • Kosten (MwSt. frei)
    Teilnahmegebühr:EUR 380,-
    (50% Nachlass ab der 2. Person einer Institution)

    Studenten (mit Nachweis): EUR 80,-


    Die Seminargebühr versteht sich neben der Teilnahme inklusive der digitalen Seminarunterlagen, technischer Probedurchläufe sowie der Teilnahmebescheinigung.


    Die Veranstaltung findet ONLINE an zwei verschiedenen Terminen statt. Sie melden sich zu Ihrem Wunschtermin an, können aber frei wählen, wann Sie sich an den zwei angebotenen Seminartagen dazu schalten. Damit haben Sie volle Flexibilität und verpassen nichts.


    Anerkennung als Weiterbildung
    Das Seminar ist von der folgenden Ingenieurkammer als Weiterbildung anerkannt:

    Bei der IK-Bau in Nordrhein-Westfalen
    · mit 6 Fortbildungspunkten am 11. Mai 2021 unter der Seminarnummer 56600
    · mit 6 Fortbildungspunkten am 16. Sep. 2021 unter der Seminarnummer 56607

    Bei der IK in Rheinland-Pfalz
    · mit 6 Fortbildungspunkten am 11. Mai 2021 unter der
    Seminarnummer RP-1449-042021
    · mit 6 Fortbildungspunkten am 16. Sep. 2021 unter der
    Seminarnummer RP-1449-042021


    Noch Fragen?
    Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung!
    Telefon: +49 (0)511 39433-30
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    Bitte zahlen Sie die Teilnahmegebühr erst nach Erhalt unserer Rechnung unter Angabe der Rechnungsnummer und des Verwendungszwecks
    Eventuelle Rabatte berücksichtigen wir automatisch zu Ihren Gunsten. Hiermit melde ich mich verbindlich an.
    Bitte bestätigen Sie, dass Sie kein Roboter sind. Erst dann erscheint der Button zum Anmelden.

Das Niederschlagsgeschehen hat sich in Zeiten des Klimawandels verändert. Aktuelle Studien für Westeuropa zum Klimawandel sagen eine weiterhin wachsende Häufigkeit und Intensität von Niederschlagsereignissen voraus. Schadensstatistiken für Deutschland zeigen zudem, dass ein bedeutender Anteil der Schäden an Infrastruktur und Bevölkerung infolge von Überschwemmungen in städtischen Gebieten aus Sturzfluten resultiert. Sturzfluten entstehen aus meist lokal begrenzten, sommerlichen Starkniederschlägen, häufig begleitet von Gewitter, Hagel und Sturmböen. Dabei können einzelne Gewitterzellen für längere Zeit auf einer Stelle verweilen und sich „ausregnen“. Leider bleiben bislang im hydrologischen Zusammenhang bei der Stadtplanung und -entwicklung, wie auch in der Bauleitplanung und der Straßenplanung, solche extremen Wetterereignisse nahezu unberücksichtigt. Der Überflutungsvorsorge muss innerhalb der Kommunen zukünftig eine erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Im Vergleich zu Flussüberschwemmungen können diese Schäden jedoch durch verhältnismäßig geringe Maßnahmen reduziert werden. Hierfür ist es notwendig, die Natur von Sturzfluten detailliert zu berücksichtigen und von Flussüberschwemmungen abzugrenzen.

Nach einer thematischen Einführung werden im Rahmen unserer Veranstaltung die Kenntnisse über den Ereignistyp Starkniederschlag aufgezeigt. Dies umfasst auch Aussagen zur regionalen Gefahren- und Risikoverteilung sowie zu Überflutungsbildern und -schäden. Im Weiteren wird anhand von anschaulichen Beispielen aufgezeigt, wie lokale Überflutungsgefahren in Siedlungsgebieten, die durch Starkniederschläge hervorgerufen wurden, systematisch erkannt werden können, wie infrastruktur- und objektbezogene Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge konkret aussehen können und welche Akteure insbesondere gefordert sind. Zudem werden Starkregen-Frühwarnsysteme im Einsatz anhand konkreter Beispiele vorgestellt. Hierbei werden sowohl planerische, technische als auch administrative Vorsorgemaßnahmen auf kommunaler und privater Ebene dargestellt. Darauf aufbauend werden konkrete Handlungsvorschläge an realen Beispielen aus Städten und Kommunen aufgezeigt. Ziel aller Maßnahmen ist es letztendlich, dem Wasser Wege zu weisen. Wir zeigen, wie das geht!


Moderation

Dr.-Ing. Lothar Fuchs


09:00 - 09:10 Begrüßung und Einführung
Dr.-Ing. Igor Borovsky, Technische Akademie Hannover e. V.
09:10 - 09:30 Einleitung und Zielsetzung der Veranstaltung
Dr.-Ing. Lothar Fuchs, itwh GmbH, Hannover
09:30 - 10:00 Kommunikation und Bewertung von Starkregen und ihren Folgen
- Unterschiedliche Definitionen von Starkregen
- Risikokommunikation von Starkregen
- Verwendung von Starkregen in der Modelltechnik und Interpretation der Ergebnisse
Prof. Dr.-Ing. Markus Quirmbach, Hochschule Ruhr West, Mühlheim an der Ruhr
10:00 - 10:30 Klima und Wetter: Starkregen in der Kommune
- Grundsätzliches zur Klima, Vorhersage Starkregen usw., rechtzeitige Erkennung von urbanen Sturzfluten
- Datenverfügbarkeit und Open Data
- Aufbereitung von Radardaten
Dr. Thomas Einfalt, hydro & meteo GmbH, Lübeck
10:30 - 10:45 Diskussion
10:45 - 11:15 Pause
11:15 - 11:45 Statisch abgeleitete Bemessungsgrößen des Niederschlages
- DWA-A 531 – Grundlage für die Niederschlagsstatistik
- KOSTRA-DWD 2010R – Flächendeckende Bereitstellung statistischer Niederschlagshöhen für Deutschland
- ExUS 2020 – Extremwertstatistische Untersuchungen von Starkregen in NRW
Prof. Dr.-Ing. Markus Quirmbach, Hochschule Ruhr West, Mühlheim an der Ruhr
11:45 - 12:15 Starkregen-Risikomanagement Adelsdorf
Erfahrungsbericht mit Starkregen-Simulationen in Planung und Bau sowie Starkregen-Frühalarmsystem für Rettungskräfte und Bürger
1. Bgm. Karsten Fischkal, Gemeinde Adelsdorf
12:15 - 12:30 Diskussion
12:30 - 13:30 Mittagspause
13:30 - 14:00 Starkregen-Frühalarmsysteme
Digitalisierung und IoT-Technologien in Warnung und Alarmierung vor Starkregen und Sturzfluten in der Praxis
Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Brodrecht, SPEKTER GmbH, Herzogenaurach
14:00 - 14:45 Erfahrungen der kommunalen Überflutungsvorsorge
- Aufgaben, Verantwortung
- Leistungsvermögen von Einlaufsystemen
- Identifikation von Schwerpunkten
- Überflutungsnachweis DIN 1986-100
- Retention in Verkehrs- und Grünflächen
- Bürgerkommunikation
- Finanzierungsoption in NRW
- Starkregenvorsorge als Teil eines Klimafolgenanpassungskonzeptes
Dipl.-Ing. Tycho Kopperschmidt, Technische Betriebe Leichlingen, Leichlingen
14:45 - 15:00 Diskussion
15:00 - 15:15 Pause
15:15 - 16:00 Systematische Analyse und Bewertung der lokalen Überflutungsgefährdung und Risikoabschätzung
- Datengrundlage
- Methodik der ortsbezogenen Gefährdungsanalyse (vereinfacht, topografisch, hydraulisch)
- Abschätzung des potenziellen Schadenspotentials
- Identifikation Risikobereiche
Dr.-Ing. Lothar Fuchs, itwh GmbH, Hannover
16:00 - 16:30 Werkzeuge zur Analyse der Überflutungsgefährdung
- Höhenmodell
- GIS-Verfahren
- Simulationsmodelle
- Urbane Strukturen: Gebäude, Bruchkanten, Durchlässe
- Kopplung Kanalnetzmodell - Oberflächenabflussmodell
Dr.-Ing. Stefan Schneider, itwh GmbH, Hannover
16:30 - 16:45 Diskussion, Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Dr.-Ing. Lothar Fuchs, itwh GmbH, Hannover