Kompetenz in Aus- und Weiterbildung

Neue Möglichkeiten im Umgang mit Starkregenereignissen

Im Rahmen eines Forschungsvorhabens konnte 2014 die Bergische Universität Wuppertal gemeinsam mit den Technischen Betrieben Solingen (TBS) den Nachweis führen, dass die Annahme, bei einem Regenereignis gelangt alles Regenwasser in die Kanalisation, eine rein theoretische Annahme ist. Ein Ergebnis der Untersuchungen war die realitätsnahe Menge Regenwasser, die bei einer bestimmten Regenintensität und Längs- und Quergefälle der Straße von einem Gully aufgenommen werden kann. Auf der Grundlage dieser Informationen konnten im weiteren Verlauf diese Erkenntnisse in die hydraulischen Berechnungsprogramme einfließen. Durch gekoppelte hydraulische Berechnungen sind wir nun in der Lage, den Regewasserabfluss sowohl im Kanal als auch auf der Oberfläche zu bestimmen. Hierdurch können Gefahrenkarten erarbeitet werden, die notwendig sind, um entsprechende Konzepte zum Schutz gegen Starkregen entwickeln zu können.
  • 7. November 2018 in Solingen
  • in Kooperation mit:

  • Kosten (MwSt. frei)
    Teilnahmegebühr:EUR 340,-
    Studenten (mit Nachweis): EUR 80,-
    Seminarbroschüre
    Anfahrtsbeschreibung

    Zielgruppen der Veranstaltung:
    Städte, Kommunen, Gemeinden, Wohnungsunternehmen, Dienstleistungsunternehmen und Ingenieurbüros

    Veranstaltungsort
    Steinhaus „Im Alten Bahnhof“
    Bahnhofstraße 15
    42651 Solingen
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Im Rahmen eines Forschungsvorhabens konnte 2014 die Bergische Universität Wuppertal gemeinsam mit den Technischen Betrieben Solingen (TBS) den Nachweis führen, dass die Annahme, bei einem Regenereignis gelangt alles Regenwasser in die Kanalisation, eine rein theoretische Annahme ist. Ein Ergebnis der Untersuchungen war die realitätsnahe Menge Regenwasser, die bei einer bestimmten Regenintensität und Längs- und Quergefälle der Straße von einem Gully aufgenommen werden kann. Auf der Grundlage dieser Informationen konnten im weiteren Verlauf diese Erkenntnisse in die hydraulischen Berechnungsprogramme einfließen. Durch gekoppelte hydraulische Berechnungen sind wir nun in der Lage, den Regewasserabfluss sowohl im Kanal als auch auf der Oberfläche zu bestimmen. Hierdurch können Gefahrenkarten erarbeitet werden, die notwendig sind, um entsprechende Konzepte zum Schutz gegen Starkregen entwickeln zu können.

Eine weitere Erkenntnis aus den Forschungen der bergischen Universität ist, dass bei Einhaltung aller Normen und Regeln die öffentliche Straßenentwässerung in der Lage ist, den Bemessungsregen für die öffentliche Kanalisation ordnungsgemäß und schadlos aufnehmen und ableiten zu können und hierdurch ihrem gesetzlichen Auftrag in Gänze nachkommt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die berechtigte Frage, wer ist für ein Starkregenereignis zuständig, wenn alle alles im Rahmen ihrer Zuständigkeiten richtig gemacht haben und trotzdem Schadens- und Gefahrenpotentiale entstehen?

Die TBS setzen sich mit dieser Problematik seit über 10 Jahren intensiv auseinander und haben Schritt für Schritt alle Probleme analysiert, unvoreingenommen bearbeitet und schließlich mit einem umsetzbaren Lösungsansatz abgeschlossen.


Moderation

Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler, IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH, Gelsenkirchen


09:00 - 09:15 Begrüßung und Einleitung
Dipl.-Ing. Manfred Müller, Technische Betriebe Solingen
Dr.-Ing. Igor Borovsky, TAH e. V.
09:15 - 09:45 Klimawandel - Was erwartet uns zukünftig?
Prof. Dr.-Ing. Markus Quirmbach, Hochschule Ruhr West, Mühlheim an der Ruhr
09:45 - 10:15 Herausforderung der Stadtentwässerung
Dipl.-Ing. Wulf Riedel, Technische Betriebe Solingen
10:15 - 10:45 F&E: Ein Blick auf die Wasserbilanz bei Starkregen
Peter Eichendorff, M. Sc.
Prof. Dr.-Ing. Andreas Schlenkhoff, Bergische Universität Wuppertal
10:45 - 11:15 Kaffeepause
11:15 - 11:45 Verkehrssicherheit bei Wasser auf der Straße
Prof. Dr. Jochen Eckart, Verkehrsökologie, Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft
11:45 - 12:15 Entwicklung der Modelltechnik am Beispiel Gräfrath
Dipl.-Ing. Reinhard Beck, Ingenieurbüro Reinhard Beck GmbH & Co. KG, Wuppertal
12:15 - 12:45 Ein Baukastensystem zur Überflutungsvorsorge in Gräfrath
Robert Broesi, MUST Städtebau, Köln
12:45 - 13:00 Diskussion
13:00 - 14:00 Mittagspause
14:00 - 15:00 Praxisblock: Solinger Überflutungsvorsorge in der Praxis
Einleitung: Tycho Kopperschmidt, Technische Betriebe Solingen
- Aufbau eines stadtweiten Messnetzes zu Regendaten
- Stadtweite Identifikation und Kommunikation der Risikobereiche
- Simulationsmöglichkeiten der gekoppelten Kanalnetzberechnung
- Überflutungsnachweis nach DIN 1986-100 als Chance zur dezentralen Rückhaltung
15:00 - 15:30 Kaffeepause
15:30 - 16:00 Straße als Notwasserweg
RA Gregor Franßen, Heinemann & Partner Rechtsanwälte, Essen
16:00 - 16:30 Untersuchung zur Schmutzfracht von Straßenwasser bei Starkregen
Dipl.-Ing. Ralf Ostermann, Franz Fischer Ingenieurbüro GmbH, Solingen
16:30 - 17:00 Diskussion, Schlusswort