Kompetenz in Aus- und Weiterbildung

Generalentwässerungsplanung

Ganzheitliche Betrachtung unter Berücksichtigung von Klimawandel, Demographie, Überflutungs- und Gewässerschutz sowie Wirtschaftlichkeit
Inzwischen planen und bauen fast alle Städte und Gemeinden in Deutschland ihre Entwässerungsmaßnahmen auf der Basis eines Generalentwässerungs-plans (GEP). Ein GEP wird aufgestellt, um langfristige Entwicklungen wie beispielsweise Siedlungserweiterungen oder Änderungen im Abwasseranfall zu berücksichtigen und um einen Überblick über die Dringlichkeit und die Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen des Kanalnetzes zu gewinnen. Wie es geht zeigen wir Ihnen im Rahmen unserer geplanten Veranstaltung detailliert auf!
  • 27. - 28. Februar 2019 in Würzburg
  • 14. - 15. Mai 2019 in Hannover

  • Kosten (MwSt. frei)
    Teilnahmegebühr:EUR 480,-
    Studenten (mit Nachweis): EUR 120,-


    PDF Seminarbroschüre

    Tagungstelefon: 0511 / 39433-30
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    Die Teilnahmegebühr versteht sich inklusive der Pausengetränke, der Mittagessen, der Seminarunterlagen und der Abendveranstaltung. Bitte zahlen Sie die Teilnahmegebühr erst nach Erhalt unserer Rechnung unter Angabe der Rechnungsnummer und des Verwendungszwecks. Genaue Angaben zur Anreise erhalten Sie mit der Bestätigung Ihrer Anmeldung.

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Städtische Abwassersysteme bestehen aus einer Vielzahl einzelner Komponenten, wie z.B. Kanäle, Becken, Überläufe, Pumpwerke etc., die sich gegenseitig in ihrer Wirkung stark beeinflussen. Die Beurteilung der Leistungsfähigkeit einzelner Komponenten oder deren Planung kann sachgerecht nur erfolgen, wenn alle notwendigen Eingangsgrößen definiert sind und wenn diese gegenseitigen Beeinflussungen von ihrer Größe her bekannt sind. Zur Ermittlung dieser Wechselwirkungen innerhalb des Gesamtsystems wird der Generalentwässerungsplan (GEP) oder Generalkanalisationsplan (GKP) als Analyse- und Planungsinstrument eingesetzt und kann in der Bundesrepublik als aktueller Stand der Technik angesehen werden.

Der GEP dient hierbei dazu, langfristige Entwicklungen wie beispielsweise geplante Sanierungsmaßnahmen, Siedlungserweiterungen, Änderungen im Abwasseranfall oder auch einen bevorstehenden Klimawandel zu berücksichtigen, um damit einen Überblick über die Dringlichkeit von Sanierungsmaßnahmen des Kanalnetzes zu gewinnen. Durch Entwicklung und Vergleich verschiedener Szenarien können wirtschaftliche Varianten erarbeitet werden. Durch den GEP werden damit die Weichen für umfangreiche Investitionen gestellt. Die Möglichkeiten einer Optimierung in ökonomischer und ökologischer Sicht sind deshalb weitaus größer als beispielsweise in der Entwurfs- und Ausführungsphase einer klassischen Planung. Aus diesem Grund wird beim GEP das Entwässerungssystem neben der Analyse des Ist-Zustandes anhand diverser Kriterien insbesondere auch hinsichtlich des Prognose-Zustandes untersucht. Somit ist die Zielsetzung für eine Generalentwässerungsplanung die Erarbeitung eines nachhaltigen ökologischen und ökonomischen Entwässerungskonzeptes für die Zukunft.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden nach der thematischen Einführung die wesentlichen Bearbeitungsschritte eines GEP beschrieben und zukunftsfähige Konzepte vorgestellt. Basis für die wirklichkeitsnahe Beurteilung von Entwässerungsanlagen sind exakte Bestandsdaten, deren Erfassung und Pflege detailliert besprochen werden. Grundlage für die Entwicklung von Lösungsvorschlägen ist eine umfassende Analyse des Entwässerungssystems mit Hilfe geeigneter Modelle. Die entsprechenden Modelle sowie die Datengewinnung zur Kalibrierung der Modelle werden im weiteren Verlauf des Programms unter Berücksichtigung notwendiger Eingangsdaten näher erläutert. Abschließend werden diverse Strategien vorgestellt, wie mit einem optimalen Einsatz von Generalentwässerungsplänen ökologische aber auch ökonomische Erfolge erzielt werden können. Praktische Beispiele vervollständigen das Programm.

Die Referenten sind teils in einzelnen Arbeitsgruppen tätig oder weisen weitreichende Erfahrungen im Bereich Forschung und Lehre und in der praktischen Umsetzung bei der Erstellung von Generalentwässerungsplänen auf.


Referenten

Dipl.-Ing. Udo Eggert
Technische Betriebe Rheine AöR
Dr. Thomas Einfalt
hydro & meteo GmbH & Co. KG, Lübeck
Dr.-Ing. Lothar Fuchs
ITWH GmbH, Hannover
Christoph Heß, M. Sc.
Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Umwelt und Energie
Dipl.-Ing. Andrea Hollenberg
Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld
Dipl.-Ing. Frederik Köhler
Bezirksregierung Detmold
Kerstin Kornmayer, M. Eng.
ifs Ingenieurgesellschaft für Stadthydrologie mbH, Hannover
Dr.-Ing. Thomas Kraus
IGM Messen GmbH, Bickenbach
Dr.-Ing. Jürgen Mang
Emschergenossenschaft/Lippeverband, Essen
Dr.-Ing. Erik Ristenpart
ifs Ingenieurgesellschaft für Stadthydrologie mbH, Hannover
Dr.-Ing. Richard Rohlfing
PFI Planungsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Hannover
Dr.-Ing. Stefan Schneider
ITWH GmbH, Hannover
Dr.-Ing. Marko Siekmann
Stadt Bochum
Dr.-Ing. Alexander Verworn
BPI Hannover • Verworn Beratende Ingenieure
Programm

27. Februar 2019 / 14. Mai 2019

Moderation: Dr.-Ing. Erik Ristenpart

10:00 - 10:15 Begrüßung und Einleitung
Dr.-Ing. Igor Borovsky, Technische Akademie Hannover e. V.


BLOCK I - Einleitung

10:15 - 11:00 Thematische Einführung
- Veranlassung, Regelwerke, Ziele, Bestandteile, Ergebnisse
- Anforderungen an hydraulische Leistungsfähigkeit, Gewässerschutz, bauliche Sanierung
- Grundsätzliches Vorgehen (Erhebung von Daten, Modellierung, Prioritätenwahl, Maßnahmen)
- Einbeziehung langfristiger Faktoren: Klimawandel, Demografie, Überflutungsschutz
Dr.-Ing. Richard Rohlfing, PFI Planungsgemeinschaft, Hannover
11:00 - 11:30 Kaffeepause


BLOCK II - Grundlagenermittlung - Messungen

11:30 - 12:15 Radar-Niederschlagsmessung - Aktueller Stand von Verfahren und Richtlinien
- Messung und Auswertung von Niederschlagsdaten (Aufbereitung für die Seriensimulation)
- Verwendung von Radardaten (Stand der Technik)
- Ungleichmäßige Überregnung (Thema: Bemessungsregen
Dr. Thomas Einfalt, hydro & meteo GmbH & Co. KG, Lübeck
12:15 - 13:00 Niederschlags-, Wasserstands- und Abfluss-Messungen für die generelle Entwässerungsplanung
- Messkonzepte: GEP und Fremdwasseranalysen
- Durchführung von Niederschlags-Wasserstands-Abfluss-Messungen
- Niederschlags-, Trockenwetter- und Regenwetterauswertung
Dr.-Ing. Thomas Kraus, IGM Messen GmbH, Bickenbach
13:00 - 14:00 Mittagspause


BLOCK III - Werkzeuge

14:00 - 14:45 Daten für die Modellerstellung
- Zusammenhang Nachweisthema - Datenbedarf
- Qualitätsanforderungen (Aktualität, Genauigkeit)
- Teilmodelle Kanal, Fläche, SW-Einleiter
- Modellierung mit Geobasisdaten
- Modellpflege (Sanierung, Prognose)
- Visuelle Darstellung (Modell und Ergebnisse)
Dr.-Ing. Stefan Schneider, ITWH Hannover
14:45 - 15:30 Kanalnetzberechnung - Vom Kanal bis zur Oberfläche
- Aufbau des Modells von A bis Z
- Modellkalibrierung
- Naturregen, Modellregen, Langzeitseriensimulation
- Koppelung Kanalnetzmodell - Überflutungsberechnungen
Dr.-Ing. Alexander Verworn, BPI Hannover
15:30 - 16:00 Kaffeepause
16:00 - 16:45 Schmutzfrachtberechnung
- Grundlagendaten und Modellerstellung
- Betriebsdaten zur Überprüfung von Modellen
- Sensitivitäten
- Neue Entwicklungen
Dr.-Ing. Jürgen Mang, Emschergenossenschaft/Lippeverband, Essen
16:45 - 17:30 Wasser in der Stadt von morgen
- Berücksichtigung des Klimawandels
- Neue Entwicklungen
Dr.-Ing. Marko Siekmann, Tiefbauamt Stadt Bochum
ab 19:00 Fachlicher Austausch bei einem gemeinsamen Abendessen
- Würzburg: Get together 27.2.2019: Staatlicher Hofkeller
- Hannover: Get together 14.5.2019: Congress Hotel am Stadtpark



Programm

28. Februar 2019 / 15. Mai 2019

Moderation: Dr.-Ing. Lothar Fuchs


BLOCK IV - Anforderungen

09:00 - 09:45 Niederschlagswasserbeseitigungskonzept (NWK) und Fremdwassersanierungskonzept (FSK)
- NWK und FSK als integrale Bestandteil kommunaler Abwasserbeseitigungskonzepte (ABK) in NRW
- Anforderungen an die Aufstellung und eines NWK
- Notwendigkeiten zur Aufstellung eines FSK
- Schnittstellen mit Maßnahmenplanung gemäß WRRL
Dipl.-Ing. Frederik Köhler, Bezirksregierung Detmold
09:45 - 10:30 Behandlung von belastetem Niederschlagswasser: Ein Konzept für Hamburg
- Probleme mit belastetem Niederschlagswasser - mit Fokus auf Straßenabwasser - in Hamburg
- Behandlungsstrategien und Regenwasserbehandlungsanlagen (RWBA)
- Erfahrungen mit Bau und Unterhaltung von RWBA
- Erfolge, Defizite und Ausblick - Zentrale Bestandteile eines Konzepts für Hamburg
Christoph Heß, M. Sc., Behörde für Umwelt und Energie, Freie und Hansestadt Hamburg
10:30 - 11:00 Kaffeepause


BLOCK V - Maßnahmen und Beispiele

11:00 - 11:45 Emissions- und immissionsseitige Bewertung der Regenwassereinleitungen anhand eines Beispielgewässers in Hamburg
- Vorstellung des Gewässers und vorhandener Bauwerke
- Anwendung DWA-A 102, Teil A und B
- Maßnahmen zur Minderung der Defizite
Kerstin Kornmayer, M. Eng., ifs Ingenieurgesellschaft für Stadthydrologie mbH, Hannover
11:45 - 12:30 Überflutungsprüfung und Überflutungsschutz
- Anforderungen der Richtlinien / Arbeitsblätter
- Überflutungsberechnung mittels 2D-Simulation
- Maßnahmen zum Überflutungsschutz
Dr.-Ing. Lothar Fuchs, ITWH Hannover
12:30 - 13:30 Mittagspause
13:30 - 14:15 Generalentwässerungsplan Schmutzwassernetz Stadt Laatzen
- Messkampagne und Datenauswertung einschließlich Fremdwasseranalyse
- Kalibrierung Kanalnetzmodell für Trocken- und Regenwetter
- Kanalnetzberechnung und Sanierungsplanung
Dr.-Ing. Erik Ristenpart, ifs Ingenieurgesellschaft für Stadthydrologie mbH, Hannover
14:15 - 14:30 Kaffeepause
14:30 - 15:15 GEP in der Praxis: Hydraulisches Sanierungskonzept am Beispiel der Stadt Bielefeld
- Ist- und Prognose-Zustand
- Sanierungsprioritäten und Finanzplanung
- Ganzheitliche Umsetzung von Maßnahmen
- Aktualisierung und Fortschreibung des GEP
Dipl.-Ing. Andrea Hollenberg, Umweltbetrieb Stadt Bielefe
15:15 - 16:00 GEP: Aufstellung und Fortschreibung in der Praxis
- Sanierungsstrategie, Hydraulik und Gewässerschutz, Netzbewirtschaftung, Bauprogramm
Dipl.-Ing. Udo Eggert, Technische Betriebe Rheine AöR
ca. 16:15 Ende der Veranstaltung