Kompetenz in Aus- und Weiterbildung
Online Seminar

Urbane Sturzfluten

Analyse, Bewertung, Lösung und Vorgehen

Der nächste Sturzregen kommt bestimmt, sind Sie darauf vorbereitet?
  • Urbane Sturzfluten Online
    20. September 2022
Kosten (MwSt. frei)
Teilnahmegebühr:EUR 380,-
Jede/r weitere Teilnehmer/in derselben Institution:EUR 190,-
Studierende (mit Nachweis):EUR 80,-
Die Gebühr versteht sich neben der Teilnahme an dem Seminar inkl. der digitalen Seminarunterlagen, technischer Probedurchläufe sowie der Teilnahmebescheinigung.
    • Rechnungsdaten

      * Pflichtangaben

      Firma / Behörde / Einrichtung:

      Anrede, Titel und Funktion:

      Vor- und Nachname*:

      Strasse und Hausnummer*:

      PLZ und Ort*:

      Telefon* - mind. 6 Ziffern, keine Sonderzeichen:

      Besteller-E-Mail Adresse*:


    • Teilnehmerdaten

      * Pflichtangaben

      Teilnehmender 1* - Anrede, Vor- und Nachname:

      Teilnehmender 1* - E-Mail Adresse:

      Teilnehmender 2 - Anrede, Vor- und Nachname:

      Teilnehmender 2 - E-Mail Adresse:

      Teilnehmender 3 - Anrede, Vor- und Nachname:

      Teilnehmender 3 - E-Mail Adresse:


  • Weitere Angaben


    Ich bin Studierender (mit Nachweis)
    Schriftverkehr per E-Mail nutzen
    (Anmeldebestätigung, Rechnung)
    Schriftverkehr per Post nutzen
    (Anmeldebestätigung, Rechnung)
    In Zukunft erhalte ich den TAH-Newsletter
    Kommentar:

    Bitte zahlen Sie die Teilnahmegebühr erst nach Erhalt unserer Rechnung unter Angabe der Rechnungsnummer und des Verwendungszwecks.
    Eventuelle Rabatte berücksichtigen wir automatisch zu Ihren Gunsten. Die Anmeldung ist verbindlich.
    Bitte bestätigen Sie vor der Anmeldung, dass Sie kein Roboter sind, indem Sie das nachfolgende Captcha lösen.

Noch Fragen?

Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung!
Telefon: +49 (0)511 39433-30
Das Niederschlagsgeschehen hat sich in Zeiten des Klimawandels verändert. Aktuelle Studien für Westeuropa zum Klimawandel sagen eine weiterhin wachsende Häufigkeit und Intensität von Niederschlagsereignissen voraus. Schadensstatistiken für Deutschland zeigen zudem, dass ein bedeutender Anteil der Schäden an Infrastruktur und Bevölkerung infolge von Überschwemmungen in städtischen Gebieten aus Sturzfluten resultiert. Sturzfluten entstehen aus meist lokal begrenzten, sommerlichen Starkniederschlägen, häufig begleitet von Gewitter, Hagel und Sturmböen. Dabei können einzelne Gewitterzellen für längere Zeit auf einer Stelle verweilen und sich „ausregnen“. Leider bleiben bislang im hydrologischen Zusammenhang bei der Stadtplanung und -entwicklung, wie auch in der Bauleitplanung und der Straßenplanung, solche extremen Wetterereignisse nahezu unberücksichtigt. Der Überflutungsvorsorge muss innerhalb der Kommunen zukünftig eine erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Im Vergleich zu Flussüberschwemmungen können diese Schäden jedoch durch verhältnismäßig geringe Maßnahmen reduziert werden. Hierfür ist es notwendig, die Natur von Sturzfluten detailliert zu berücksichtigen und von Flussüberschwemmungen abzugrenzen.

Nach einer thematischen Einführung werden im Rahmen unserer Veranstaltung die Kenntnisse über den Ereignistyp Starkniederschlag aufgezeigt. Dies umfasst auch Aussagen zur regionalen Gefahren- und Risikoverteilung sowie zu Überflutungsbildern und -schäden. Im Weiteren wird anhand von anschaulichen Beispielen aufgezeigt, wie lokale Überflutungsgefahren in Siedlungsgebieten, die durch Starkniederschläge hervorgerufen wurden, systematisch erkannt werden können, wie infrastruktur- und objektbezogene Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge konkret aussehen können und welche Akteure insbesondere gefordert sind. Zudem werden Starkregen-Frühwarnsysteme im Einsatz anhand konkreter Beispiele vorgestellt. Hierbei werden sowohl planerische, technische als auch administrative Vorsorgemaßnahmen auf kommunaler und privater Ebene dargestellt. Darauf aufbauend werden konkrete Handlungsvorschläge an realen Beispielen aus Städten und Kommunen aufgezeigt. Ziel aller Maßnahmen ist es letztendlich, dem Wasser Wege zu weisen. Wir zeigen, wie das geht!


Moderation

Dr.-Ing. Lothar Fuchs


09:00 - 09:10 Begrüßung und Einführung
Dr.-Ing. Igor Borovsky, Technische Akademie Hannover e. V.
09:10 - 09:30 Einleitung, Zielsetzung der Veranstaltung und Aufgaben der Kommunalen Starkregenvorsorge
Dr.-Ing. Lothar Fuchs, itwh GmbH, Hannover
09:30 - 10:00 Kommunikation und Warnung von Starkregen in urbanen Gebieten
- Unterschiedliche Definitionen von Starkregen
- Risikokommunikation von Starkregen
- Forschungsprojekt KIWaSuS - KI-basiertes Warnsystem vor Starkregen und urbanen Sturzfluten
Prof. Dr.-Ing. Markus Quirmbach, Hochschule Ruhr West, Mühlheim an der Ruhr
10:00 - 10:30 Klima und Wetter: Starkregen in der Kommune
- Grundsätzliches zur Klima, Vorhersage Starkregen usw., rechtzeitige Erkennung von urbanen Sturzfluten
- Datenverfügbarkeit und Open Data
- Aufbereitung von Radardaten
Inga Frerk, M.Sc. hydro & meteo GmbH, Lübeck
10:30 - 10:45 Diskussion
10:45 - 11:15 Pause
11:15 - 11:45 Bereitstellung von Bemessungsgrößen des Niederschlags
- Statistisch abgeleitete Niederschlagshöhen nach dem DWA-A 531 und dem KOSTRA-DWD 2010R
- Unterschiedliche Bemessungsregen in der Modelltechnik
- ExUS 2020 – Extremwertstatistische Untersuchungen von Starkregen in NRW
Prof. Dr.-Ing. Markus Quirmbach, Hochschule Ruhr West, Mühlheim an der Ruhr
11:45 - 12:15 Starkregenrisikomanagement in Bayern und Herrieden
Erfolgreiche Umsetzung des Starkregenrisikomanagements in Bayern am Beispiel der Stadt Herrieden
MdL Alfons Brandl (vorm. 1. Bürgermeister Herrieden)
12:15 - 12:30 Diskussion
12:30 - 13:30 Mittagspause
13:30 - 14:00 Starkregen-Frühalarmsysteme
Digitalisierung und IoT-Technologien in Warnung und Alarmierung vor Starkregen und Sturzfluten in der Praxis
Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Brodrecht, SPEKTER GmbH, Herzogenaurach
14:00 - 14:30 Datengrundlagen für die Ermittlung der Überflutungsgefährdung
- Datengrundlage
- Höhenmodell
- Urbane Strukturen: Gebäude, Bruchkanten, Durchlässe
- Aufbau Rechennetz
Dr.-Ing. Stefan Schneider, itwh GmbH, Hannover
14:30 - 14:45 Diskussion
14:45 - 15:00 Pause
15:00 - 15:45 Systematische Analyse und Bewertung der lokalen Überflutungsgefährdung und Risikoabschätzung
- Methodik der ortsbezogenen Gefährdungsanalyse (topografisch, hydraulisch mit und ohne Kanalnetz)
- Abschätzung des potenziellen Schadenpotentials
- Identifikation Risikobereiche
- Ergebnisdarstellung
- Vorhersage von Überflutungen
Dr.-Ing. Lothar Fuchs, itwh GmbH, Hannover
15:45 - 16:30 Erfahrungen der kommunalen Überflutungsvorsorge
- Aufgaben, Verantwortung
- Leistungsvermögen von Einlaufsystemen
- Identifikation von Schwerpunkten
- Überflutungsnachweis DIN 1986-100
- Retention in Verkehrs- und Grünflächen
- Bürgerkommunikation
- Finanzierungsoption in NRW
- Starkregenvorsorge als Teil eines Klimafolgenanpassungskonzeptes
Dipl.-Ing. Tycho Kopperschmidt, Technische Betriebe Leichlingen, Leichlingen
16:30 - 16:45 Diskussion, Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Dr.-Ing. Lothar Fuchs, itwh GmbH, Hannover