ZFR

Zertifizierter Fachplaner Regenwassermanagement

Verfahren und Methoden zur Regenwasserbewirtschaftung sowie der Starkregenvorsorge

Zunehmende Starkregen als eine Folge des Klimawandels, der Gewässerschutz als gleichrangiges Ziel der Siedlungsentwässerung sowie die weiter zunehmende Versiegelung durch Siedlungs- und Verkehrsflächen führen die bestehenden Entwässerungssysteme an ihre Grenzen. Der Zertifikatslehrgang vermittelt vertiefte Kenntnisse über den Umgang mit Regenwasser in Siedlungsgebieten. Behandelt werden Verfahren und Methoden zur Regenwasserbewirtschaftung sowie der Starkregenvorsorge.
Online

Lehrgang 1/2026

Lehrgangswoche 1 09.-13. Februar 2026
Lehrgangswoche 2 02-06. März 2026
Teilnehmer|in EUR 2.950,00
Online

Lehrgang 2/2026

Lehrgangswoche 1 31. August-04. September 2026
Lehrgangswoche 2 28. September–02. Oktober 2026
Teilnehmer|in EUR 2.950,00
Die Gebühr versteht sich neben der Teilnahme an dem Lehrgang inkl. der ausführlichen Seminarunterlagen, der Abschlussrüfung und des Zertifikats, sowie technischer Probedurchläufe für einen reibungslosen Ablauf.

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In der herkömmlichen Siedlungsentwässerung, auf deren Grundlage die meisten unserer Entwässerungssysteme gebaut wurden, standen traditionell die Zielgrößen Aufrechterhaltung der hygienischen Verhältnisse und der Hochwasserschutz im Vordergrund. Zunehmende Starkregen als eine Folge des Klimawandels, der Gewässerschutz als gleichrangiges Ziel der Siedlungsentwässerung sowie die weiter zunehmende Versiegelung durch Siedlungs- und Verkehrsflächen führen die bestehenden Entwässerungssysteme an ihre Grenzen. Insbesondere im Umgang mit Regenwasser in Siedlungsgebieten sind neue intelligente und nachhaltige Entwässerungskonzepte gefragt, um Gewässerbelastungen und insbesondere Überflutungen in Siedlungsgebieten mit den damit verbundenen Schäden zu reduzieren.

Inzwischen ist es erforderlich, für die Regenwasserbewirtschaftung nicht nur auf das Kanalnetz zu blicken, sondern deutlich darüber hinaus: sowohl Planungen in der Stadtentwicklung, Konzepte der Schadensvermeidung als auch Auswirkungen in den Gewässern haben in den vergangenen Jahren an gewonnen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von neuen Möglichkeiten, Regenwasser zu bewirtschaften und so die Kanalsysteme zu entlasten. Entsprechend der örtlichen Bedingungen ist ein ganzheitliches Regenwassermanagement notwendig, das diese vielfältigen neuen Möglichkeiten berücksichtigt und mit bestehenden Entwässerungskonzepten zu einer optimierten Gesamtlösung kombiniert.

Da durch die neuen Möglichkeiten des Starkregenmanagements und den gestiegenen Anforderungen an die Regenwasserbehandlung die Komplexität der Regenwasserbewirtschaftung zugenommen hat, sind auch die Anforderungen an den Fachplaner gestiegen. Der zweiwöchige zertifizierte Lehrgang zum Fachplaner Regenwassermanagement greift diese unterschiedlichen Aspekte im Umgang mit Regenwasser auf. Durch die Berücksichtigung von technischen, rechtlichen, ökologischen und ökonomischen Aspekten werden die Teilnehmer/innen dahingehend qualifiziert, ganzheitliche Konzepte zum Regenwassermanagement sowie zur Starkregenvorsorge erstellen und bewerten zu können. Aufbauend auf hydrologischen und siedlungswasserwirtschaftlichen Grundlagen werden neben klassischen Ansätzen zur Bemessung von Anlagen neue Möglichkeiten zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung und zum Risikomanagement aufgezeigt. Anhand von Best Practice Beispielen zur Regenwasserbewirtschaftung sowie zur Starkregen- und Klimaanpassung wird gezeigt, wie das theoretisch erlernte Wissen in die Praxis umgesetzt werden kann.

Der Zertifikatslehrgang richtet sich an Mitarbeiter/innen aus Kommunen/Verwaltungen und Ingenieurbüros, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen von Hochschulen sowie weiteren Unternehmen und Institutionen, die in diesem Bereich tätig sind.

Lehrgangswoche 1

Montag 09. Februar 2026

Hydrologische Grundlagen I (Niederschlagsprozess)


Prof. Dr.-Ing. Markus Quirmbach, Hochschule Ruhr West, Mühlheim an der Ruhr

Einführung in die Schulung und in das Schulungsprogramm
Grundbegriffe des Niederschlags, Niederschlagsformen
Niederschlagsstatistik, DWA-A 531
Bemessungsregen und ihr Einfluss auf Modellrechnungen, Langzeitserien- und Kontinuumssimulation

Hydrologische Grundlagen II (Abflussprozess)


Prof. Dr.-Ing. Markus Quirmbach, Hochschule Ruhr West, Mühlheim an der Ruhr

Hydromechanische Grundlagen
Abflussbildungsprozess auf befestigten und nicht oder nur teilweise befestigten Flächen
Abflusskonzentrationsprozess in natürlichen und urbanen Einzugsgebieten
Dienstag 10. Februar 2026

Vertiefung Abfluss und Messdatenmanagementsysteme


Dr.-Ing. Thomas Kraus, IGM Messen GmbH, Bickenbach

Hydrometrie: Niederschlag, Wasserstand, Abfluss, DWA-M 181
Messdatenmanagementsysteme (Verwaltung, Prüfung, Auswertung von Messdaten, DWA-M 151)
Messkampagnen im Kanal
Grundlagen der Abflusssteuerung (DWA-M 180)

Vertiefung Niederschlag und Folgen des Klimawandels


Dr. Thomas Einfalt, hydro & meteo GmbH, Lübeck

Radarniederschlagsmessung, VDI 3786 Blatt 20, verfügbare Radarprodukte, Anwendungsbeispiele
Wetter, Klima, Klimawandel: Trends und Klimaanalysen
KOSTRA-DWD-2020
Mittwoch 11. Februar 2026

Grundlagen der Abwasserableitung / Generalentwässerungsplanung


Dipl.-Ing. Thomas Beeneken, itwh GmbH, Hannover

Rechtliche Rahmenbedingungen und Leitlinien der Siedlungsentwässerung (EG-WRRL, WHG, LWG, DWA-A 100)
Entwässerungssysteme und ihre Dimensionierung, Überstaunachweis und Überflutungsprüfung (DIN EN 752, DWA-A 118, DIN 1986-100)
Technische Umsetzung der Dimensionierung (Kanalnetzmodelle, Generalentwässerungsplanung, Kalibrierung von Kanalnetzmodellen)
Entwicklung von Messkonzepten
Zusammenhänge zwischen Regen- und Fremdwasser (DWA-M 182)
Donnerstag 12. Februar 2026

Grundlagen der Regenwasserbewirtschaftung und Versickerung von Niederschlagswasser


Dipl.-Ing. Ralf Diekmann, itwh GmbH, Hannover

Grundlagen und Elemente der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung, Einführung in das Arbeitsblatt DWA-A138-1 (2024)
Planung und Dimensionierung von Versickerungsanlagen nach DWA-A 138-1 und DWA-A 117
Praxisbeispiele zu Versickerungsanlagen und Schwammstadtplanungen

Praxisbeispiele der Regenwasserbewirtschaftung


Dr.-Ing. Harald Wegner, Fischer Teamplan Ingenieurbüro GmbH, Erftstadt

Immissionsbezogene Bewertungen und Regelungen (DWA-M 102-3 / BWK-M 3-3),Hydromorphologische und biologische Verfahren zur immissionsbezogenen Bewertung (DWA-M 102-5 / BWK-M 3-5)
Praxisbeispiele zu den Themen Regenrückhaltung und Regenwasserbehandlung
Freitag 13. Februar 2026

Grundlagen der Regenwasserbewirtschaftung


Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Bresser, Fischer Teamplan Ingenieurbüro GmbH, Erftstadt

Grundsätze zur Bewirtschaftung und Behandlung von Regenwetterabflüssen zur Einleitung in Oberflächengewässer DWA-A 102 / BWK-A 3-1
Emissionsbezogene Bewertungen und RegelungenDWA-A 102 / BWK-A 3-2
Wasserhaushaltsbilanz für die Bewirtschaftung des Niederschlagswassers DWA-A 102 / BWK-M 3-4
Bauleitplanung und Entwässerungsstudien

Lehrgangswoche 2

Montag 02. März 2026

Repetitorium


Prof. Dr.-Ing. Markus Quirmbach, Hochschule Ruhr West, Mühlheim an der Ruhr

Wiederholung / Zusammenfassung der Lerninhalte der ersten Woche
Beispielaufgaben zur Prüfung

Praxisübungen am PC


Patrick T. Schönfeld, M. Sc. | Dipl.-Ing. Tim Fröhlich, itwh GmbH, Hannover

Modellierung von Regenwasserbehandlungsmaßnahmen in einem hydrodynamischen Modell
Nachweis von Regenwasserbehandlungsmaßnahmen mit einem hydrologischen Modell
Dienstag 03. März 2026

Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung / Wasserbewusste Stadtentwicklung


Prof. Dr.-Ing. Holger Hoppe, DR. PECHER AG, Gelsenkirchen

Wasserbewusste Stadtentwässerung: Multifunktionale Flächennutzung, Ableitung von Niederschlagswasser auf Verkehrsflächen, Regenwasserrückhalt auf der Oberfläche, Projektbeispiele
Das Schwammstadtprinzip, Projekt SAMUWA
Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe, Projekt KLAS Bremen mit Auskunfts- und Informationssystem

Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung / Wasserbewusste Stadtentwicklung


Prof. Dr.-Ing. Nina Altensell, Hochschule Bielefeld

Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe, Projekt KLAS Bremen mit Auskunfts- und Informationssystem
Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung, Umsetzungsbeispiel Technische Regenwasserfilter
Optmierung von Regenbecken im Bestand mittels CFD
Mittwoch 04. März 2026

Starkregenrisikomanagement


Hendrik Janssen, M.Eng., DR. PECHER AG, Gelsenkirchen

Grundlagen und Begriffe im Starkregenrisikomanagement
Modelle und Vorgaben im Starkregenrisikomanagement
Durchführung der Gefährdungsanalyse

Starkregenrisikomanagement


Dr.-Ing. Anna-Lisa Maaß, DR. PECHER AG, Gelsenkirchen

Praxisübung Gefährdungsanalyse und Vorgehen Risikoanalyse
Praxisübung Risikoanalyse und Vorgehen Handlungskonzept
Donnerstag 05. März 2026

Best Practice Beispiele zur Starkregen- und Klimaanpassung I


Andreas Giga, EMSCHERGENOSSENSCHAFT/ LIPPEVERBAND, Essen

Aktivitäten der Emschergenossenschaft (Stark gegen Starkregen, Zukunftsvereinbarung Regenwasser...)

Rechtliche Grundlagen


Nadine Appler, Syndikusrechtsanwältin, Kommunal Agentur NRW GmbH, Düsseldorf

Wasserrecht WHG, LWG, Satzungen / Planungsrecht / Klimaanpassung, Runderlasse von Ministerien
Freitag 06. März 2026

Best Practice Beispiele II


Dipl-Ing. Tycho Kopperschmidt, Technische Betriebe Leichlingen, Leichlingen

Wasser in der Stadt neu denken - Beispiel Solingen
Wasser in der Stadt neu denken – kommunale Umsetzungsprozesse

Prüfungsvorbereitung / Schriftliche Abschlussprüfung


Dr.-Ing. Igor Borovsky, TAH e. V., Hannover

Austausch zwischen Teilnehmer/innen, Feedbackrunde / Prüfungsvorbereitung
Schriftliche Abschlussprüfung (Multiple-Choice-Test)
Prof. Dr.-Ing. Nina Altensell, Hochschule Bielefeld, University of Applied Sciences and Arts (HSBI) Stellung
Bauingenieurin

Öffentlichkeitsarbeit
Fachveröffentlichungen im In- und Ausland insbesondere zu den Themen:
• 3D hydronumerische Modellierung
• Optimierung von Regenbecken
• Physikalische und numerische Modellversuche an Sedimentationsanlagen
• 2D tiefengemittelte Simulation von Gewässern

Spezialgebiete
Hydronumerische Modellierung, ökologische Verbesserung von Fließgewässern, Optimierung von Regenbecken, Nachweis und Optimierung von dezentralen Anlagen zur Niederschlagswasserbehandlung

Verbandstätigkeit
Mitglied DWA
Mitglied der DWA-Arbeitsgruppe ES-2.2 „Hydraulische Grundlagen“

Projektleitung bei folgenden ausgewählten Projekten:
2020 Beratung des LFU in Bayern zum Thema Starkregenrisikomanagement inkl. Erstellung eines Leitfadens, Auftraggeber: LFU Bayern
2020 Klimaanpassungskonzept Oberhausen – Schwerpunkt Starkregenvorsorge und Handlungskonzept im Konsortium mit must Städtebau und GEO-NET, Auftraggeber: Stadt Oberhausen
2020 Klimaanpassungskonzept Salzgitter – Schwerpunkt Starkregenvorsorge und Handlungskonzept im Konsortium mit KORIS und GEO-NET, Auftraggeber: Stadt Salzgitter
Nadine Appler, Kommunal Agentur NRW GmbH, Düsseldorf Stellung
Rechtsanwältin (Syndikusrechtsanwältin)

Nadine Appler ist seit 2009 Beraterin bei der Kommunal Agentur NRW GmbH im Sachbereich Recht beschäftigt.
Vor ihrem Eintritt bei der Kommunal Agentur NRW war Frau Appler ein Jahr als Mitarbeiterin in der Rechtsabteilung bei der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion NRW, mit Schwerpunkt der gerichtlichen und außergerichtlichen Vertretung tätig.

Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen in den Themenfeldern:
- Rechtliche Gutachten und Stellungnahmen in den Bereichen Abwasser, Gewässerunterhaltung/-ausbau, Drainagewasser und Hochwasser/ Überflutungsschutz
- Beratung und Kalkulation von Kanalanschlussbeiträgen und Gebühren (Abwasser, Gewässerunterhaltung, Friedhof und Flüchtlingsunterkünfte)
- Beratung im Vollstreckungs- und Insolvenzrecht sowie Fragen des allgemeinen Verwaltungsrechts, insbesondere der Bescheidtechnik

Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Bresser, Fischer Teamplan Ingenieurbüro GmbH, Erftstadt Stellung
Projekt- und Teamleiter Siedlungswasserwirtschaft, Prokurist, Stv. Geschäftsführer Hauptsitz Erftstadt

Karriere
1997 - heuteFischer Teamplan Ingenieurbüro GmbH
1993 - 1996Ingenieurbüro David GmbH, Düsseldorf
1992 - 1993Ingenieurbüro Kocks Consult, Koblenz

Schwerpunkte der Berufserfahrung
28 Jahre Berufserfahrung in der Siedlungswasserwirtschaft mit dem Schwerpunkt generelle Entwässerungsplanung. Seit 2000 Leitung des internen GEP-Arbeitskreises und Mitentwicklung von Standards. Als Projektleiter GEP und Schmutzfrachtberechnung wurden mehrere tausend Kilometer Kanalnetze nachgerechnet und hydraulisch saniert.

Projekterfahrung
Generalentwässerungsplanung
2-dimensional-instationärer Überflutungsnachweis
Fremdwassersanierungskonzept
Schmutzfrachtberechnung
Kalibrierung
Studien
Regenrückhalte- / Regenüberlauf- / Regenklärbecken / Bodenfilterbecken
Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten
Energieversorgung
Drosselbauwerke
Kläranlage
Kanalbau
Regenwasserpumpwerk
Niederschlagswasserbehandlung
Naturnaher Gewässerausbau
Gutachten
Verwaltung von Fremddaten, Informationssysteme
Dipl.-Ing. Ralf Diekmann, itwh GmbH, Hannover Stellung
Abteilungsleiter Chinageschäfte itwh

Ausbildung
Abgeschlossenes Studium des Bauingenieurwesens an der Universität Hannover 1982 – 1990
Zertifizierter Kanalsanierungsberater VSB Februar 2007
Zertifizierter Schachtsanierungsberater IKT Januar 2012

Tätigkeits- und Fachgebiete
Generelle Entwässerungsplanung, Regenwasserbewirtschaftung, naturnahe Regenwasserbehandlung, Erschließungsplanung (HOAI 1-9), ISYBAU-Projekte (LAK, Bestandserfassung und Sanierung), Kanalsanierung, Sanierungsstrategien, Bauüberwachung, Projektmanagement
Dr. Thomas Einfalt, hydro & meteo GmbH, Lübeck Stellung
seit April 1999 Geschäftsführer des Ingenieurbüros hydro & meteo GmbH in Lübeck

Spezialgebiete
∙ Niederschlagsmessung (Regenschreiber und Wetterradar)
∙ Niederschlagsvorhersage (Nowcasting)
Klimaanalysen
∙ Echtzeitsteuerung von städtischen Kanalnetzen
∙ Hochwasservorhersage und ‐warnung, Beckensteuerung
∙ Softwareentwicklung für Echtzeitanwendungen (Radarsoftware SCOUT, Regenschreiberprogramme NASS, NIKLAS)
Qualitätsprüfung von meteorologischen und hydrologischen Messdaten
∙ Regionalisierung klimatologischer Daten
∙ Trainingskurse für Studenten, Ingenieure und wasserwirtschaftliche Fachleute

Mitgliedschaft in Vereinigungen und Arbeitsgruppen
seit 1999 Mitglied des BWK
seit 2000 Mitglied der DWA
seit 2006 Mitglied der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft
seit 2007 Mitglied der Arbeitsgruppe 3786 Umweltmeteorologie in der VDI/DIN‐Kommission zur Reinhaltung der Luft
seit 2009 Obmann der Sektion Radarniederschlagsmessung in der Arbeitsgruppe 3786 Umweltmeteorologie der VDI/DIN‐Kommission zur Reinhaltung der Luft
seit 2012 Anerkannter beratender Meteorologe (DMG), Arbeitsgebiet Hydrometeorologie
seit 2013 Mitglied im VDI
seit 2019 Arbeitsgruppe Extremereignisse im HKC (Hochwasserkompetenzzentrum Köln)
Andreas Giga, Emschergenossenschaft/Lippeverband, Essen Stellung
Leiter Zukunftsinitiative

Ausbildung
Nach seinem Studium zum Bauingenieur mit der Vertiefungsrichtung „Wasserwirtschaft“ an der Ruhr-Universität Bochum arbeitete er zunächst in drei Ingenieurbüros als Projektleiter. 2012 übernahm er die Leitung der „Staatlich anerkannten Prüfstelle für Durchflussmessungen“ bei der Dr. Pecher AG und 2016 die Leitung des Fachbereiches „Wasserwirtschaft“ bei der Stadt Essen. Seit Januar 2020 leitet er die Abteilung „Zukunftsinitiative für wasserbewusste Stadtentwicklung“ bei der Emschergenossenschaft.

Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Themenfeldern:
- Abwasserableitung: Grundlagen, Planung, Betrieb und Sanierung
- Stadtentwicklung: Städtebaukooperationen Emscher und Lippe, Blaue Klassenzimmer
- Klimafolgenanpassung: Starkregen, Hitze, Trockenheit… Initiierung, Planung und Umsetzung von Maßnahmen
- blau-grüne Transformation: Arbeits- und Prozessorganisationen für die konkrete Umsetzung von Projekten
Prof. Dr.-Ing. Holger Hoppe, Dr. Pecher AG, Gelsenkirchen Stellung
Geschäftsbereichsleiter, Stellv. Leiter der Prüfstelle für Durchflussmessungen, Fachbereichsleiter Forschung & Innovation

Öffentlichkeitsarbeit
rd. 80 Fachveröffentlichungen im In- und Ausland insbesondere zu den Themen:
• Klimawandel und dessen Auswirkungen
• Innovative Messkonzepte - Datenanalyse
• Misch- und Regenwasserbehandlung
• Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie
• Entwässerungsplanung
• Fremdwasser

Spezialgebiete
Grundlagenermittlung zur Entwässerungsplanung
Überflutungsbetrachtungen und N-A-Simulation
Klimawandel und Wasserwirtschaft
Entwicklung immissionsorientierter Planungswerkzeuge in Bereich der Abwasserableitung und Abwasserreinigung
Bewertung und Ausführung von Messkonzepten in wasserwirtschaftlichen Anlagen
Überprüfung und Kalibrierung von Messeinrichtungen
Planung und Entwicklung von Konzepten zur Regenwasserbehandlung

Verbandstätigkeit
Mitglied der International Society for Environmental Information Sciences, Canada (ISEIS)
Mitglied beim Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfall und Kulturbau e.V. (BWK)
Mitglied der INTERNATIONAL WATER ASSOCIATION (IWA)
Mitglied der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)
Mitglied der DWA-AG ES 1.6 - Kanalinformationssysteme
Gast der DWA-AG ES 1.7 - Quantitative und qualitative Abflussmessungen
Sprecher der DWA-AG ES 1.9 - Messdaten in Entwässerungssystemen
Hendrik Janssen, M. Eng., DR. PECHER AG, Gelsenkirchen Stellung:
- Projektleiter im Fachbereich Forschung und Innovation (seit 2017 bei der Dr. Pecher AG)
- Tätigkeitsschwerpunkte und Fachgebiete: Starkregenrisikomanagement, Erstellung von Starkregengefahrenkarten, Klima(folgen)anpassungskonzepte, Grundlagenermittlung zur Entwässerungsplanung

Ausbildung:
- 09/2014 – 09/2017: Studium an der FH Münster (Steinfurt) am Fachbereich EGU, Studiengang: Wirtschaftsingenieurwesen (Vertiefungsrichtung: Umwelttechnik)
- 10/2017 – 03/2020: Berufsbegleitendes Studium an der FH Münster (Steinfurt) am Fachbereich EGU, Studiengang: Technisches Management (Vertiefungsrichtung: Umwelttechnik)
- Mitgliedschaft in Gremien
- Mitglied DWA-Arbeitsgruppe ES 2.8 „Integrale Starkregen- und Hochwassergefahrenkarten“
Dipl.-Ing. Tycho Kopperschmidt, Technische Betriebe Leichlingen Tycho Kopperschmidt arbeitet seit 2003 bei den Technischen Betrieben in Solingen. Zunächst war er dort als Projektleiter für wasserwirtschaftliche Projekte und Baumaßnahmen der Stadtentwässerung tätig. Im Laufe der Jahre erweiterte sich sein Aufgabenbereich auf andere kommunale Tiefbauprojekte, wie beispielsweise der Sanierung und dem Ausbau der Fernwärme. Ab 2012 übernahm er bei den Technischen Betrieben Solingen die Aufgabe, die generelle Entwässerungsplanung auf die neuen klimabedingten Herausforderungen Starkregen auszurichten. Dabei wurden unter seiner Federführung Forschungsvorhaben und Pilotprojekte zu rechtlichen und technischen Fragestellungen begleitet. 2017 mündete die Entwicklung in ein neu gegründetes Sachgebiet „integrale Entwässerungsplanung“ welches die Aufgaben der klassischen Siedlungsentwässerung mit den neuen Herausforderungen Klimafolgeanpassung kombiniert. In dieser Phase beschäftigte sich Herr Kopperschmidt vor allem mit der Einbeziehung anderer notwendigen kommunalen Fachbereiche um integrale Lösungen zur Klimaanpassung umzusetzen und diese in den Verwaltungsalltag fest zu etablieren.
Ab 01.09.2020 wechselte Herr Kopperschmidt zur Solinger Nachbarstadt Leichlingen um dort die Leitung der Technischen Betriebe mit den Fachbereichen Straße, Grün und Wasser zu übernehmen. Dort wird er an zentraler Stelle seine Erfahrungen weiter dafür einsetzen, Wasser wieder Raum in den Städten zu geben und die Stadt klimaangepasster zu gestalten.

Herr Kopperschmidt studierte in Mainz Bauingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Wasserwirtschaft, das er 1999 mit einem Diplom (FH) abschloss. Seitdem kann auf eine 21 Jahre lange Berufserfahrung im Bereich Tiefbau im öffentlichen Dienst und im Ingenieurbüro zurückblicken.

Seit 2014 ist Herr Kopperschmidt als Referent verschiedener Institutionen zum Thema Starkregenvorsorge und Klimafolgeanpassung tätig. 2019 erhielt er den ersten Platz des Goldenen Kanaldeckels des IKT´s für seine Arbeit zu kommunalen Überflutungsvorsorge. 2018 erhielt die Stadt Solingen für die Bemühungen zur wassersensiblen Stadtentwicklung den „Blauen Kompass“ sowie gewann den Preis „klimaaktive Kommune“, an dessen Bewerbung Herr Kopperschmidt federführend beteiligt war.
Dr.-Ing. Thomas Kraus, IGM Messen GmbH, Bickenbach Akademische Laufbahn
1992: Diplom-Ingenieur Bauingenieurwesen, TH Darmstadt
1997 -2002: Wissenschaftlicher Mitarbeiter
TU Darmstadt, Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft
Titel der Promotion: „Rauheitsänderung durch Biofilmbewuchs in Druckrohrleitungen“
Betreuer: Prof. Dr.-Ing habil U. Zanke
seit 2018 Lehrbeauftragter
TU Darmstadt, Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft, Fachbereich Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung: „Hydrologisches Messwesen“

Berufliche Laufbahn
1992 - 1996: Dr. Hutarew & Partner, Pforzheim: Projektingenieur Wasserbau und Wasserkraft
1997 – 2002 TU Darmstadt: Staatliche Prüfstelle für Durchflussmessungen auf Abwasseranlagen
2002 -2003: Gugler Hydro Energy GmbH / Hydro Power Consulting Kft. Budapest, Geschäftsführer: Projektentwicklung Wasserkraft Ungarn
seit 01.06.2003: Brandt Gerdes Sitzmann Wasserwirtschaft GmbH und IGM Messen GmbH
Projektleitung: „Stadtentwässerung und Messkampagnen“
seit 2003 Leiter der staatlich anerkannten Prüfstelle für Durchflussmessungen auf Abwasseranlagen – Zulassung für: EKVO Hessen, SüwV-kom Nordrhein-Westfalen
seit 2017 Zulassung als PSW (privater Sachverständiger in der Wasserwirtschaft) für Eigenüberwachung Durchflussmessungen gem. § 1 Nr.7 VPSW Bayern – Mitglied im VPSWas
Dr.-Ing. Anna-Lisa Maaß, DR. PECHER AG, Gelsenkirchen Stellung:
- Projektleiterin im Fachbereich Forschung und Innovation (seit 2021 bei der Dr. Pecher AG)
- Tätigkeitsschwerpunkte und Fachgebiete: Starkregenrisikomanagement, Erstellung von Starkregengefahrenkarten, Klima(folgen)anpassungskonzepte, hydronumerische Modellierung, Sedimenttransport und Morphodynamik

Ausbildung:
- 2010 – 2015: Studium Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Bauingenieurwesen an der RWTH Aachen University, Abschluss: Bachelor of Science (2013), Master of Science (2015)
- 2015 – 2019: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promotion zur Dr.-Ing. am Lehrstuhl und Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen University
- Mitgliedschaft in Gremien
- Mitglied DWA-Arbeitsgruppe WW-6.3 „Rückbau von Wasserbauwerken“
- Öffentlichkeitsarbeit
- Fachveröffentlichungen im In- und Ausland insbesondere zu den Themen: fluviale Morphodynamik, 2D hydronumerische Modellierung, Feldmessungen zum Sedimenttransport, menschliche Einflüsse, ökologische Verbesserungen von Fließgewässern
Patrick T. Schönfeld, M. Sc., itwh GmbH, Hannover Stellung:
Bauingenieur bei itwh GmbH seit 2019
Product Owner für CAMPUS Software (Kanalnetzsteuerung in Echtzeit)

Ausbildung:
2013 – 2017, Abgeschlossenes Bachelorstudium Bau- und Umweltingenieurwesen, Universität Hannover
2016 – 2019, Abgeschlossenes Masterstudium Wasser-, Umwelt- und Küsteningenieurwesen, Universität Hannover

Tätigkeits- und Fachgebiete:
Kanalnetzberechnung, Kanalnetzsteuerung, Generelle Entwässerungsplanung, Assistenz Projektleitung, Koordination Softwareentwicklung CAMPUS
Seit 2023 Kursleiter für den Grundkurs Kanalnetzberechnung mit HYSTEM-EXTRAN
Prof. Dr.-Ing. Markus Quirmbach, Hochschule Ruhr West, Mühlheim an der Ruhr Akademische Laufbahn
03/1995 - 03/2000 Ruhr-Universät Bochum, Bochum
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fakultät für Bauingenieurwesen, Lehrstuhl für Hydrologie, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik
Betreuer: Prof. Dr. Gert A. Schultz.
Titel der Promotion: „Nutzung von Wetterradardaten für Niederschlags- und Abflussvorhersagen in urbanen Einzugsgebieten", 2003
Abschluss: Dr.-Ing
seit 09/2013: Professor für Siedlungswasserwirtschaft, Hydrologie und Wasserbau an der Hochschule Ruhr West (HRW) in Mülheim a.d.R.
seit 09/2016: Koordinator des institutsübergreifenden Forschungsschwerpunktes „Wasserökonomik und Wasserwirtschaft“ an der HRW

Berufliche Laufbahn
08/2000 - 08/2013 dr. papadakis GmbH, Hattingen
Tätigkeitsschwerpunkte:
• Hydrologische Grundlagen
• Wasserwirtschaftliches Modellwesen
• Kanalnetzbewirtschaftung
• Klimawandelfolgen für die Wasserwirtschaft
Dr.-Ing. Harald Wegner, Fischer Teamplan Ingenieurbüro GmbH, Erftstadt Stellung
Prokurist, Fachbereichsleitung Modelle (Hydraulik, Hydrologie, Güte), Projektleiter

Karriere
1992 - heuteFischer Teamplan Ingenieurbüro GmbH
1984 - 1991Technische Universität Darmstadt, Institut für Wasserbau, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Schwerpunkte der Berufserfahrung
Wasserbau / Wasserwirtschaft / Siedlungswasserwirtschaft mit den Schwerpunkten Konzeption, Lenkung und Leitung interdisziplinärer Projekte sowie modellgestützter Prognosen praktisch aller wasserwirtschaftlichen Fragestellungen von Güte über Mengen bis zu Wasserständen. Die Inter-aktion von urbaner Entwässerung mit den Gewässern ist besonderer Schwerpunkt im Hinblick auf die Minderung von Hochwasserschäden und die Verbesserung von Gewässern auch in Hinsicht auf die Güte.
Hochwasserrisikomanagement in Bezug auf Gewässer und Starkregen
Angewandte Forschungsprojekte an der Hochschule wie in der Franz Fischer Ingenieurbüro GmbH
Öffentlichkeitsarbeit und Moderation

Projekterfahrung
Hochwasserschutzkonzepte
Gewässernachweise / Gewässerkonzeptionen
Hydrologische Untersuchungen
Wasserwirtschaftliche Konzepte
Regenwasserbewirtschaftungskonzepte
Nachweise in Kanalnetzen
Öffentlichkeitsarbeit / Beratung
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